| Der Belgian Loafer |
|
|
Der Belgian Loafer Sie sind unverwechselbar, selten und teuer und haben eine große Schar von Verehrern, die das Schicke und Bequeme lieben und sich ihr Leben lang unbesehen jede neue Farbstellung liefern lassen, die auf den Markt kommt. Sie sind ausschließlich in einem winzigen Laden in einem Winkel der Midtown von Manhattan zu haben, und der einzige, der sie liefert, ist Henri Bendel. Nachdem er 1955 sein New Yorker Kaufhaus abgegeben hatte, begann Bendel mit dem Import seiner „Mokassinslipper", die den Filzschuh belgischer Bauern zum Vorbild haben.
Nachdem in den neunziger Jahren eine Flut von Imitationen auf den Markt gekommen ist, nennt Bendel seine Schuhe „casuals", doch von jeher ist dieser Klassiker der amerikanischen Modewelt als „Belgian loafer" (belgischer Slipper) bekannt. Der Schuh wird in Belgien ganz in Heimarbeit hergestellt, hat einen flachen Keilabsatz aus Kalbsleder und eine diskrete Paspelierung, die das Oberleder einfaßt. Eine winzige, von Hand geflochtene Lederschleife ziert die meisten Versionen.
Die Grundform des belgischen Slippers ist seit über vierzig Jahren unverändert, doch sollte niemand denken, daß er deswegen langweilig ist. Es gibt ihn in jeder nur erdenklichen Farbe — aus Baumwollstoff oder Seidenbrokat, aus schwerem Leinen, eidechsengeprägtem Kalbsleder, aus Lackleder, Pannesamt oder Velours. |
